Laufen mit dem Kinderwagen

Seelig schlummerte mein Baby in seinem Kinderwagen, eingemümmelt in seiner Decke. „Na du hast es gemütlich“ dachte ich mir zähneknirschend, während mir der Schweiß die Stirn runterlief und meine Oberschenkel brannten wie Feuer.

Ja, die Mama machte wieder Sport. Nach neun Monate Kugelzeit und vierzig Tage Wochenbett. Da war von Kondition nicht mehr viel zu sehen.

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Aller Anfang ist schwer. Aber dranbleiben rentiert sich!

Die ersten Läufe waren einfach nur furchtbar. Ich hielt, wenn überhaupt, grad mal fünf Minuten durch und röchelte dabei wie ein Schweinchen. Außerdem schmerzte die Brust trotz Sport-BH enorm. Der Rücken tat mir an manchen Tagen weh, und manchmal war ich einfach nur müde und konnte meine Motivation einfach nicht finden.

Aber trotzdem hat es sich rentiert, dran zu bleiben. Trotz Tiefphasen wurde ich zunehmend fitter und stärker. Der Alltag mit Haushalt und Baby auf der Hüfte wurde so deutlich einfacher und leichter.

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Mein Baby genoss die Kinderwagenfahrten auch, im Sommer wie im Winter. Daran hat sich bis heute, fast drei Jahre später, nicht viel geändert (Außer vielleicht, dass meine Kleine inzwischen mit dem Laufrad neben mir hersaust 🙂 )

Das Laufen mit Kinderwagen hat also nur Vorteile

  • Solange die Babys noch recht klein sind, schlafen sie gerne durch das Geschaukelt werden ein. Mehr Zeit für Mama, sich aufs Laufen zu konzentrieren.
  • Außerdem kann der Kinderwagen kurzerhand als Sportgerät verwendet werden. Bei Dehnübungen kann sich Mama hier festhalten, oder der Wagen dient zum Kraftaufbau beim Bergauf gehen. Der Fantasie ist hier keine Grenzen gesetzt.
  • Frische Luft tut der Mama und dem Baby gut, egal zu welcher Jahreszeit. Im Hochsommer empfiehlt es sich, die frühen Morgenstunden für den Lauf zu wählen, so entkommt man Mücken und Hitze am ehesten. Im Winter sollten kleine Babys bei sehr kalten Temperaturen das Gesicht mit einer Fettcreme eingeschmiert bekommen. Warm einpacken versteht sich von selbst.

Brauch ich einen speziellen Kinderwagen?

Joggen kann man mit eigentich allen Kinderwägen gehen. Normale Parkstraßen sind meistens asphaltiert oder zumindest sehr eben.Wichtiger ist es da, auf die eigenen Füße zu achten und gute Laufschuhe zu tragen.

Erst, wer auch viel auf Wald und Wiesenwegen unterwegs ist, sollte man sich weitere Gedanken über die Anschaffung eines passenden Kinderwagen oder Jogger machen. Wichtig sind hierbei große Lufträder und eine gute Federung, um Erschütterungen abzufedern. Wir mussten erst zwei „normale“ Kinderwägen zu Schrott fahren, bevor wir einsahen, dass wir dringend ein Offroad-Gefährt für unsere Bedürfnisse brauchen 🙂 Also am besten VORHER überlegen: Wo fahr ich meistens mit dem Kinderwagen? Wieviel bin ich unterwegs?

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Wenn Wald- und Wiesenwege zur bevorzugten Laufstrecke werden, rentiert sich ein Jogger oder spezieller Kinderwagen allemal

 

Wenn das Baby älter wird

Irgendwann kommt die Zeit, wo die kleinen Babys nicht mehr stundenlang im Kinderwagen schlafen wollen. Sie wollen und sollen nun etwas sehen! Buggyketten und -bücher sind bewährte Helfer, um das Kleine für eine halbe Stunde zu beschäftigen.

Je mehr es dann in Richtung Kleinkinderalter geht, desto mehr beschäftigen Babys sich dann auch mit ihrer Umwelt. Da ist ein Kinderwagen-Lauf genau das Richtige! Ich habe auch gerne meine Routen so gelegt, dass wir irgendwo auf der Strecke eine „Attraktion“ hatten, um den Ausflug schmackhaft zu machen.

So waren wir einmal die Woche beim Ententeich, bei den Schafen, und auf der Brücke, wo man so lustig Steine ins Wasser schmeißen kann. Während dessen konnte ich mich in seelenruhe Dehnen.

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Das Bild entstand im Winter 2017, da wollte die Große erst noch ein wenig den Pupenwagen schieben, das war dann aber doch zu schwierig bei dem Schnee!

 

Also, ran an den Babyspeck – los gehts!!

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